In Zeiten, in denen kohlenhydratarme Ernährung immer mehr Anhänger findet, suchen viele Hobbyköche nach schmackhaften Alternativen zu klassischen Beilagen. Das Blumenkohlpüree hat sich dabei als wahre Entdeckung erwiesen und erobert die Küchen im Sturm. Was früher als einfaches Gemüse galt, wird heute zur raffinierten Beilage, die nicht nur low-carb ist, sondern auch geschmacklich überzeugt. Der milde, leicht nussige Geschmack des Blumenkohls harmoniert perfekt mit Butter und Gewürzen und ergibt eine cremige Konsistenz, die dem klassischen Kartoffelpüree in nichts nachsteht. Dabei spart man nicht nur Kohlenhydrate, sondern gewinnt auch wertvolle Nährstoffe und Ballaststoffe. Diese Zubereitung eignet sich hervorragend für alle, die ihre Ernährung bewusster gestalten möchten, ohne auf Genuss zu verzichten. Mit wenigen Zutaten und einfachen Handgriffen entsteht eine Beilage, die zu Fleisch, Fisch oder vegetarischen Gerichten gleichermaßen passt.
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Zutaten
Utensilien
Zubereitung
1. vorbereitung des blumenkohls
Beginnen wir mit der Vorbereitung des Hauptdarstellers. Entfernen sie zunächst die äußeren grünen Blätter vom Blumenkohl und waschen sie ihn gründlich unter fließendem Wasser. Schneiden sie dann den Strunk heraus und teilen sie den Blumenkohl in gleichmäßige Röschen. Diese sollten etwa gleich groß sein, damit sie später gleichmäßig garen. Je kleiner die Röschen, desto schneller werden sie weich. Achten sie darauf, auch die kleineren Stücke zu verwenden, denn jedes Gramm zählt für die cremige Konsistenz.
2. kochen des blumenkohls
Bringen sie in einem großen Topf reichlich Wasser zum Kochen und salzen sie es großzügig. Das Salzwasser hilft, den Geschmack des Blumenkohls zu intensivieren. Geben sie die Röschen hinein und kochen sie diese bei mittlerer Hitze für etwa 15 bis 20 Minuten. Der Blumenkohl sollte so weich sein, dass sie ihn mühelos mit einer Gabel zerdrücken können. Dies ist wichtig für die spätere Konsistenz des Pürees. Testen sie die Garzeit regelmäßig, denn zu harter Blumenkohl lässt sich schwer pürieren, während zu weicher Blumenkohl wässrig werden kann.
3. abtropfen und trocknen
Sobald der Blumenkohl gar ist, gießen sie ihn durch ein Sieb ab. Dieser Schritt ist entscheidend: Lassen sie den Blumenkohl gut abtropfen und drücken sie vorsichtig mit einem Löffel überschüssiges Wasser heraus. Je trockener der Blumenkohl, desto cremiger wird später das Püree. Sie können die Röschen auch für einige Minuten im Sieb stehen lassen, damit die Restfeuchtigkeit verdampft. Manche Köche geben den abgetropften Blumenkohl sogar kurz zurück in den noch warmen Topf, um die letzte Feuchtigkeit verdunsten zu lassen.
4. pürieren und verfeinern
Geben sie den gut abgetropften Blumenkohl in eine große Schüssel. Fügen sie die Butter hinzu, die durch die Wärme des Gemüses sofort zu schmelzen beginnt. Gießen sie die Sahne dazu und würzen sie mit Knoblauchpulver, einer Prise Muskatnuss, Salz und Pfeffer. Nun kommt der Stabmixer zum Einsatz: Pürieren sie alles gründlich, bis eine glatte, cremige Masse entsteht. Der Stabmixer, auch Pürierstab genannt, ermöglicht eine besonders feine Konsistenz. Arbeiten sie dabei von unten nach oben, damit sich alle Zutaten gut vermischen. Für eine noch luftigere Textur können sie das Püree einige Sekunden länger mixen.
5. finalisierung mit parmesan
Reiben sie den Parmesan fein und rühren sie ihn unter das warme Püree. Der Käse schmilzt durch die Restwärme und verleiht dem Ganzen eine zusätzliche cremige Note sowie einen würzigen, leicht salzigen Geschmack. Probieren sie das Püree und korrigieren sie die Würzung bei Bedarf. Manche mögen es etwas pfeffriger, andere bevorzugen mehr Muskatnuss. Rühren sie alles noch einmal gut durch, damit sich der Käse gleichmäßig verteilt. Das Blumenkohlpüree sollte nun eine samtige Konsistenz haben, die an klassisches Kartoffelpüree erinnert, aber deutlich leichter ist.
Tipp vom Chefkoch
Für eine noch intensivere Note können sie den Blumenkohl vor dem Kochen im Ofen rösten. Verteilen sie die Röschen auf einem Backblech, beträufeln sie diese mit etwas Olivenöl und rösten sie alles bei 200 Grad für etwa 25 Minuten. Das Röstaroma verleiht dem Püree eine zusätzliche Geschmackstiefe. Wenn sie eine besonders cremige Konsistenz wünschen, ersetzen sie einen Teil der Sahne durch Frischkäse. Dieser macht das Püree noch geschmeidiger. Für eine vegane Variante verwenden sie Pflanzensahne und Margarine statt Butter. Das Püree lässt sich auch gut vorbereiten und später wieder erwärmen, verliert dabei aber etwas an Cremigkeit. In diesem Fall geben sie beim Aufwärmen etwas zusätzliche Sahne hinzu.
passende weinbegleitung
Zu diesem leichten, cremigen Blumenkohlpüree empfiehlt sich ein trockener Weißwein mit guter Säurestruktur. Ein Chardonnay aus dem Burgund oder ein deutscher Grauburgunder harmonieren ausgezeichnet mit der Butter und dem Parmesan im Püree. Die feinen Röstnoten eines leicht im Holzfass gereiften Weißweins ergänzen die nussigen Aromen des Blumenkohls perfekt. Alternativ passt auch ein Sauvignon Blanc, dessen frische Zitrusnoten einen schönen Kontrast zur Cremigkeit bilden. Servieren sie den Wein gut gekühlt bei etwa 10 bis 12 Grad.
Zusätzliche Info
Der Blumenkohl stammt ursprünglich aus Kleinasien und gelangte im 16. Jahrhundert nach Europa. Lange Zeit galt er als Luxusgemüse, das nur an königlichen Höfen serviert wurde. Heute ist er weltweit verbreitet und wird in zahlreichen Varianten zubereitet. Die Idee, Blumenkohl als low-carb-Alternative zu Kartoffeln zu verwenden, entstand im Zuge der zunehmenden Popularität kohlenhydratarmer Ernährungsformen. Während 100 Gramm Kartoffeln etwa 15 Gramm Kohlenhydrate enthalten, bringt es der Blumenkohl auf gerade einmal 3 Gramm. Gleichzeitig liefert er wichtige Vitamine wie Vitamin C und Vitamin K sowie Mineralstoffe. Das macht ihn nicht nur zu einer figurfreundlichen, sondern auch zu einer nährstoffreichen Alternative. In der modernen Küche hat sich Blumenkohl als vielseitiges Gemüse etabliert, das sich für Pizza-Böden, Reis-Ersatz und eben auch für cremige Pürees eignet.



